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Propriozeptive Stimulation

Bei der Propriozeption geht es um Wahrnehmung sowie der Körperlage, Körperbewegungen durch das Gehirn, als auch Lage/Stellung einzelner Köperteile zu einander. Man kann es auch als "Eigenempfidung" bezeichnen, würde aber die Komplexität des Begriffs nicht reflektieren.

Propriozeptive Empfindungen (Körperhaltung, jede kleinste Bewegung der Körperglieder) werden ununterbrochen von Gehirn analysiert und gespeichert. So lernen wir, zum Beispiel, in unserer Kindheit zu sitzen, gehen, sprechen, essen. Unser Gehirn befiehlt dem Bein einen Schritt zu machen, aber die Schrittbewegung selbst lernt das Gehirn durch propriozeptive Empfindungen - während das Bein den Befehl ausführt.

Die Grundlage für das Erlernen richtiger Haltung und Bewegungen, ist physiologische (gesunde) Propriozeption. Dabei helfen speziell ausgebildete Therapeuten, beispielsweise in der so genannten PNF - propriozeptiven neuromuskulären Fazilitation.

Um die physiologische Propriozeption zu verstärken, und die richtigen Bewegungen besser und schneller zu speichern, verwendet das ADELI Zentrum oft einzigartige Mittel und Verfahren.

Raumanzug, bereits als "ADELI-Anzug" bekannt

Oft verdankt unsere Rehabilitation ihre außerordentliche Wirksamkeit der Anwendung des raumfahrtmedizinischen Anzuges. Er steigert beträchtlich die therapeutische Wirkung neurophysiologischer Übungen auf das geschädigte zentrale Nervensystem. Dieser Anzug erschafft ein virtuelles Muskelgestell, das die Köperhaltung und die Extremitäten des Patienten stabilisiert, die Äußerung pathologischer Synergien schwächt und den Ablauf seiner Bewegungen normalisiert. Als Stabilisierungs- und Belastungs-Anzug ist er individuell, gemäß der Eigenschaften der Erkrankung und des allgemeinen Zustandes des Patienten, einstellbar.

Aufbau und Bestimmung

Der Anzug ist im allgemeinen ein System von Stütz- und Belastungselementen, und funktioniert wie ein virtuelles Muskelgestell. Das System ähnelt der Lage der Antagonistenmuskeln (Beuger und Strecker), der Rotations- und anderer Muskeln. Außerdem verfügt er über Elemente, die der Korrektion des Fußes, der Kopfhaltung und anderer Funktionen dienen. Alle Elemente sind mit Einrichtungen ausgestattet, die ihre Spannung regulieren: dadurch wird nicht nur die einstellbare Achsenbelastung zwischen 15 und 40 Kilogramm auf den Rumpf und die Extremitäten gewährleistet, sondern auch die notwendigen Änderungen in der Körperhaltung und in der Lage der Extremitäten des Patienten ermöglicht, einschließlich des Ausgangswinkels der Hauptgelenke und der Rumpfbeugung oder Aufrichtung.

Die Wirkung

Das Wirkungsprinzip des therapeutischen Anzugs besteht in der gezielten Korrektion der Bewegungen und der Körpehaltung des Partienten mit Hilfe dieser verstellbaren Elemente. Das führt zu der Normalisierung der afferenten Impulse und zu einer Beeinflussung des motorischen Gehinzentrums im Sinne der Wiederherstellung gestörter Funktionen.
Die vorhandenen pathologischen Synergien werden zerstört und neue, normalisierte Reflexsequenzen werden geschaffen. Das hat die entsprechende therapeutische Wirkung auf Strukturen des zentralen Nervensystems, die für Motorik und Sprechfähigkeiten verantwortlich sind. Von ausserodentlicher Wichtigkeit ist die Tatsache, dass die erlernten Fähigkeiten nach Beendigung der Rehabilitation bestehen bleiben.

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